Tipps und Tricks für eine gelungene Unternehmensbroschüre, Beispiele inklusive

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Nach einem Arbeitstreffen liegt Ihre Broschüre auf dem Schreibtisch des potenziellen Kunden. Stellen Sie auf einer Messe aus, hält der Interessent sie nach einem Standbesuch in den Händen. Und dann fällt die Entscheidung: Entweder sie wird geöffnet und gelesen oder sie landet im Papierkorb. Das „Schicksal“ Ihrer Broschüre hängt vor allem auch von derer Aufmachung ab.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen weder erklären, welche Programme Sie zur Erstellung der Unternehmensbroschüre benötigen noch wie der Inhalt aussehen soll: Das ist Aufgabe des Grafikdesigners respektive Texters. Hier erläutern wir, was Sie von einer gut gemachten Broschüre erwarten dürfen und woran Sie gute Arbeit erkennen. Doch damit nicht genug: Wir zeigen auch einige Beispiele, damit Sie beim Gespräch mit Ihrem Grafikdesigner schon eine etwas klarere Vorstellung von Ihrer Imagebroschüre haben.

Broschüre – Sinn und Zweck

Die Imagebroschüre ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens, der eine überaus wichtige Rolle zukommt: Sie präsentiert potenziellen Kunden Ihre Firma. Was genau soll in der Broschüre stehen? Wer Sie sind, was Sie machen, wie Sie es machen und welches Ihre Stärken sind. Das können Sie mit Hilfe von Text und Bildern veranschaulichen, die in der Broschüre sinnvoll aufeinander abgestimmt werden, um zwei Ziele zu erreichen: Klare Kommunikation und Vermittlung der Corporate Identity.

Die Broschüre wird bei Kundengesprächen übergeben und kommt noch weitaus häufiger auf Messen oder Tagungen zum Einsatz. Also in Situationen, in denen man vielen verschiedenen Reizen ausgesetzt ist. Deshalb muss die Broschüre die Aufmerksamkeit des Empfängers erregen und seine Neugier wecken, damit er sie von Anfang bis Ende liest.

Erstellung einer wirkungsvollen Broschüre

Aufgrund ihrer besonderen Wichtigkeit sollte unbedingt ein Profi die Erstellung übernehmen! Falls Sie sich also fragen, ob Sie nicht doch … Nein, Sie können die Broschüre nicht selbst mit Programmen wie Word oder PowerPoint erstellen und nein, Sie können auch nicht zum Texter aufschwingen und Ihre Inhalte selbst schreiben. Für ein professionelles Ergebnis braucht es das geschulte Auge eines Designers und die treffsicheren Formulierungskünste eines Texters. Folgende Aufgaben erledigen Sie gemeinsam mit diesen beiden:

  • Definition der Ziele, die Sie mit Ihrer Broschüre erreichen möchten, denn davon hängen Text und Grafik ab.
  • Festlegung der Zielgruppe, auf welche die Broschüre ausgerichtet ist.
  • Berücksichtigung des Kontexts, in dem sie zum Einsatz kommt. Sind Sie beispielsweise Sponsor bei einem Event und Ihre Broschüre wird gemeinsam mit dutzenden anderen an die Teilnehmer verteilt, muss sie unbedingt herausstechen. Wie? Durch ein cleveres, ungewöhnliches Design.

Kommen wir nun zu den Eigenschaften, die eine Unternehmensbroschüre in Sachen Text und Bild aufweisen muss.

Tipps in Sachen Text

Es sind zahlreiche Broschüren im Umlauf, die viel zu viel über das Unternehmen erzählen und die Interessen des Lesers weitgehend aus den Augen verloren haben. Der Platz ist beschränkt, die Zeit des Lesers knapp bemessen und die Zahl an Ablenkungen immens: Konzentrieren Sie sich also mehr auf den Aspekt „Das kann ich für Sie tun“ und weniger auf „Sieh her, wie toll ich bin“. Um es noch etwas deutlicher zu formulieren: Den Leser interessiert es nicht, dass Sie „Marktführer Ihrer Branche“ sind; er möchte wissen, wie Sie seine Anforderungen erfüllen können und wie Sie das besser als andere machen. Fragen Sie sich also, warum die Wahl genau auf Sie fallen sollte. Streichen Sie Ihre Besonderheiten heraus, zielen Sie darauf ab, was Sie vom Wettbewerb unterscheidet: So wird man sich an Sie erinnern und – das wünschen wir Ihnen – sich für Sie entscheiden.

Nachdem dieser Punkt geklärt ist, können wir praktischere Aspekte angehen:

  • Der Titel der Broschüre muss nicht zwangsläufig mit dem Unternehmensnamen übereinstimmen. Um seine volle Wirkung entfalten zu können, muss ein Titel den Erwartungen eines potenziellen Kunden entsprechen, seine Neugier durch eine provokative Frage wecken oder ihn mit Hilfe eines „Call to action“ dazu einladen, in der Broschüre zu blättern.
  • Kurz und prägnant. Ein guter Texter erstellt klare, knappe, aussagekräftige Texte für Sie. Das ist überaus wichtig, denn die Aufmerksamkeit des Lesers ist nur mit Mühe zu erlangen, aber im Handumdrehen verloren. In der Broschüre muss nicht alles enthalten sein, was man über Ihr Unternehmen wissen muss: Beschränken Sie sich auf das Wesentliche, und fügen Sie bei Bedarf einen QR-Code ein.
  • Tone of Voice. Gerade weil die Broschüre die Visitenkarte Ihres Unternehmens darstellt, muss der Sprachstil – der Tone of Voice – Ihrer Corporate Identity entsprechen. Ihr Texter muss den Charakter Ihres Unternehmens kennen und verstehen, um kohärent zu kommunizieren. Sie haben einen Leitfaden zum Tone of Voice? Geben Sie diesen unbedingt Ihrem Texter an die Hand.

Tipps in Sachen Design

Die beim Design aufgewendete Sorgfalt entscheidet maßgeblich über den Erfolg der Broschüre. Ein ausdrucksstarkes Titelblatt ist ein wirkungsvoller Eyecatcher und macht neugierig; ein stimmiges Layout lädt dazu ein, sich eingehender mit den Inhalten zu beschäftigen. Grundvoraussetzungen sind eine saubere Struktur sowie ein schlichtes und klares Layout.

Auch bei den Bildern hat Sorgfalt oberste Priorität. Entweder liefern Sie dem Grafikdesigner Originalfotos oder er wählt für Sie Stockfotos aus bzw. erstellt personalisierte Grafiken – natürlich im Stil Ihrer Unternehmenskommunikation. Falls Sie dem Designer Fotos liefern, müssen diese unbedingt eine hohe Auflösung haben, aussagekräftig und wirklich nützlich sein, d. h. eine echte Botschaft vermitteln. Denn eine Broschüre voller inhaltsleerer Bilder hinterlässt einen konfusen Eindruck und wird nicht gelesen.

Die Farben der Broschüre sollten dem Farbschema Ihres Unternehmens entsprechen. Sie stellen auf einer Messe aus und möchten sich an die Farben der Veranstaltung anpassen? Das ist möglich, allerdings sollten Sie zumindest eine Ihrer Hausfarben verwenden, um den Wiedererkennungseffekt Ihrer Marke zu erhalten. Allgemein gilt: Setzen Sie auf leuchtende Farben, die unter der Vielzahl anderer Broschüren herausstechen und den Blick der Messebesucher auf sich lenken.

Auch in puncto Typografie kann es sinnvoll sein, dem Grafiker die Hausschriften Ihres Unternehmens zur Verfügung zu stellen. Sinnvoll, aber nicht immer zwingend erforderlich. Ein Fallbeispiel: Ein Schreibgerätehersteller nimmt als Sponsor an einer Veranstaltung zum Thema Kinderbücher teil. Da ist es nachvollziehbar, das Design an den Kontext anzupassen: Ein verspielter Kalligrafie-Font ist hier sicher besser geeignet.

Die Wahl des passenden Formats müssen Sie ebenfalls mit dem Grafikdesigner abstimmen. Soll die Broschüre beispielsweise auf einer Messe verteilt werden, raten wir von unhandlichen Formaten ab: Die Besucher freuen sich, wenn die Broschüre problemlos in einer Tasche Platz findet. Ihr Ziel ist, dass die Interessenten die Broschüre mit nach Hause nehmen und in Ruhe anschauen. Möchten Sie die Broschüre hingegen auf dem Schreibtisch eines Kunden platzieren, darf es auch ein größeres Format sein.

Machen Sie sich ein Bild: Beispielbroschüren

Einen Rat möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben: Für das erste Gespräch mit dem Grafikdesigner sollten Sie bereits eine ungefähre Vorstellung von Ihrer Broschüre haben, sodass Sie die Idee gemeinsam diskutieren können. Das beschleunigt den gesamten Prozess, und Sie kommen leichter zum gewünschten Ergebnis. Schauen Sie sich also um, ziehen Sie Beispiele aus dem Internet heran oder sammeln Sie auf den nächsten Events die Broschüren, die Ihnen gefallen. Wir haben ein bisschen Vorarbeit geleistet: Hier finden Sie eine Auswahl verschiedenster Imagebroschüren.
Ganz einfache, wie Exemplare mit Falz oder Klammerheftung, oder sehr aufwändige mit Hardcover und Schuber.

Frohes Schaffen! Wir drücken die Daumen, dass Ihre Broschüre von Anfang bis Ende gelesen wird.

 

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