Die Highlights des OFFF-Festivals 2018 in Barcelona

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Wir sind gerade vom OFFF-Festival 2018 in Barcelona zurückgekommen. Diese Veranstaltung bestand aus mehr als 80 Events, wie Konferenzen, Workshops, Ausstellungen und interaktiven Installationen, die Designer, Künstler und Kreative aus aller Welt inspirieren sollten.

Pixartprinting wirkte bei der Veranstaltung nicht nur als technischer Sponsor mit (indem es einen Teil der Deko- und Einrichtungsobjekte sowie Werbegeschenke bereitstellte, die an die Besucher verteilt wurden). Es verteilte zudem Survival-Kits, um die Teilnehmer während der drei Tage voller Workshops, Konferenzen und Networking bei Laune zu halten!

Das dreitägige OFFF-Festival in Barcelona bot Pixartprinting die einzigartige Gelegenheit, die Vitalität der Community aus Grafikern und Kreativen hautnah mitzuerleben.

Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der Künstler und Präsentationen, die uns am meisten begeisterten.

Ein Logo von Hand designen
In diesem Workshop erklärte William Paterson, wie man ein Logo von Hand entwirft – von der ersten Skizze bis zur digitalen Datei. Dabei erfuhren die Teilnehmer, wie man den einzelnen Buchstaben originelle Formen verleihen kann und welche technischen Schritte nötig sind, um die Skizze mit Hilfe des Zeichenstift-Werkzeugs von Adobe Illustrator in eine Vektordatei zu verwandeln.

William ist Künstler und ein auf Kalligrafie und Logodesign spezialisierter Designer, der durch seine YouTube-Videotutorials über Grafikdesign und Handlettering bekannt wurde. Zudem ist er Autor des Buches „Kalligrafie in 15 Minuten“, einem Lehrbuch voller Übungen und Beispiele für jeden, der sich in der Kunst der Kalligrafie versuchen möchte.

Workshop William Paterson
Im Workshop von William Paterson lernten wir, ein Logo von Hand zu erstellen. Quelle: offf.barcelona

Jan De Coster und die Faszination der Roboter
Der Gründer des Produktionsstudios Slightly Overdone, Jan De Coster, ist Art Director, Multimedia-Produzent, Künstler und Lehrer. Während der letzten fünf Jahre hat er ein spezielles Interesse für Roboter, ihre Rolle in der Gesellschaft und die Interaktion mit den Menschen entwickelt. Deshalb begann er selbst, Roboter zu bauen und vereinte dabei seine Kenntnisse der Physik mit seiner Leidenschaft für die Erschaffung fiktiver Figuren.

Seine Kreationen erkunden den Grenzbereich zwischen Mensch und Maschine und werden zu empathischen Automaten mit Wahrnehmungsvermögen, die problemlos mit ihrer Umgebung interagieren können. Die Roboter von Jan De Coster sind kleine Design-Meisterwerke, die interessante Denkanstöße bezüglich der Eigenschaften der heutigen Gesellschaft bieten. Ein Beispiel für seine Kreationen ist gEOF, ein mit integrierter Kamera ausgestatteter Roboter, der uns von unserer „sozialen Pflicht“ befreit, jeden Moment auf einem Foto festzuhalten, und uns somit die Zeit schenkt, uns näher mit unserem Gegenüber zu beschäftigen.

Robot gEOF
gEOF ist ein von Jan De Coster erschaffener Roboter mit integrierter Kamera. Quelle: www.sulu.be

Brendan Dawes und das interaktive Design
Brendan Dawes ist ein Designer, der gern die Interaktion zwischen Personen, Objekten, Kunst und Technologie untersucht, und das alles in Form von Installationen und Werken aus der Concept Art, in denen er digitale und analoge Hilfsmittel vereint. Ein Großteil der Arbeit des Briten besteht darin, die enorme Menge an digitalen Daten, die unser Leben mittlerweile prägen, in visuellen Formen darzustellen und somit Objekte, Bilder oder Installationen daraus zu erschaffen.

Im Rahmen des Projekts Doris Le Bot, mit dem Dawes 2015 anlässlich einer Veranstaltung von Twitter beauftragt wurde, konnten die Teilnehmer Tweets an den Nutzer @dorislebot senden und daraufhin ihre eigene digitale Kreatur zusammen mit denen der anderen Nutzer über den Bildschirm schwimmen sehen. Das Aussehen dieser Figuren bestimmte der Künstler mittels eines Algorithmus, der auf den Vorlieben und Eigenschaften der Nutzerprofile aufbaute. Im Anschluss an die Veranstaltung wurden einige der digitalen Kreaturen mit Hilfe des 3D-Drucks in greifbare Objekte verwandelt.

Kunstwerk „Doris Le Bot“
In Echtzeit basierend auf Tweets erschaffene digitale Kreaturen. Quelle: brendandawes.com

Spiele mit der visuellen Wahrnehmung von Paloma Rincon
Die mexikanische Fotografin kombiniert Fotografie, Skulptur, Design, Illustration und Installationen, um außergewöhnliche, ironische Spiele mit der visuellen Wahrnehmung entstehen zu lassen. Die Bilder von Paloma Rincon gefielen uns besonders wegen der lebendigen Farben und der einmaligen Kombination verschiedenartiger Elemente und Materialien, welche die Grenze zwischen realer und digitaler Welt verschwimmen lassen und neue Bedeutungen und Harmonien erschaffen.

In der Serie Freezing Flowers erneuert die Künstlerin das traditionelle Genre der Blumenfotografie durch die Hinzugabe von geometrischen Eisstücken, wodurch einzigartige Verbindungen und originelle Überschneidungen entstehen.

Freezing Flowers
Eines der Werke aus der Serie „Freezing Flowers“ von Paloma Rincon. Quelle: palomarincon.com

Jessica Hische und die Kunst des Lettering
Die auf Lettering spezialisierte Illustratorin und Autorin Jessica Hische entwirft Logos und Schriftzüge für Marken, Bücher, Tagezeitungen und internationale Magazine. Jessica stellte außerdem eine Reihe von populären Online-Projekten auf die Beine, von denen das bekannteste wohl Daily Drop Cap ist. Auf dieser Website kann jeder die von der Künstlerin illustrierten Buchstaben herunterladen, um seinen persönlichen Blog damit zu verschönern.

Auf dem nachfolgenden Foto sehen Sie eine Arbeit der Illustratorin für Snacks Quarterly, einem Online-Magazin für Snack-Fans, das regelmäßig internationale Künstler und Kreative interviewt und diese eine Arbeit zum Thema „Snack“ erstellen lässt. Dabei bewies Jessica jede Menge Ironie und Geschick, indem sie einen Schriftzug aus Kochsalz erstellte; eine Hommage an ihre Leidenschaft für salzige Snacks und der Beweis, dass der Kunst des Lettering keine Grenzen gesetzt sind.

Snacks Quarterly
Der aus Kochsalz erschaffene Schriftzug von Jessica Hische. Quelle: https://jessicahische.is/awesome

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