4 europäische Traumziele, die Fotografie-Liebhaber nicht versäumen dürfen

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Unberührte Natur, andere Kulturen, wertvolle Kunstwerke, plakative Farben und einzigartige Architektur … Fotografie-Liebhaber planen ihre Reiserouten häufig auch nach der „Fotogenität“ eines Ortes.

Wir haben für Sie vier wirklich unvergleichliche Ziele in Europa ausgewählt, die begeisterte Fotografen nicht versäumen dürfen: Leicht zu erreichende Orte, die sich perfekt für ein Wochenende oder einen Fototrip eignen.

Andalusien

Die Stadtburg Alhambra in Granada
Ein Foto der Alhambra in Granada

Für eine Reise nach Andalusien, die südlichste Region Spaniens mit einer Fläche von über 87.000 Quadratkilometern, sollten Sie sich mindestens 10 Tage Zeit nehmen. Die beste Reisezeit ist im Frühling oder Herbst, wenn die Temperaturen etwas milder sind.

Hier haben Landschaftsfotografen wirklich die Qual der Wahl. Auf wenigen Kilometern wechseln sich ganz unterschiedliche Landschaften ab: von der Wüste von Tabernas zu den verschneiten Gipfeln der Sierra Nevada, von den Korkeichenwäldern des Naturparks Los Alcornocales zu den Olivenbäumen und Weinreben in den Hügeln von Jaén, bis hin zur Atlantikküste mit ihren langen Stränden, an denen Wind und Wellen tosen.

Doch Andalusien ist auch für Liebhaber der Kunst- und Architekturfotografie ein interessantes Reiseziel. Sie stoßen hier auf ein immenses historisches und kulturelles Erbe. Da ist die Stadtburg Alhambra in Granada, die einzige mittelalterliche Wohnanlage der Mauren, die fast vollständig erhalten ist. Oder die beeindruckende Architektur aus Säulen und Bögen der Moscheenkathedrale Mezquita in Córdoba. Oder auch Sevilla mit seinen zahlreichen Bau- und Kulturdenkmälern. Nur einige Beispiele für das reichhaltige Angebot, das die Region kunstsinnigen Reisenden zu bieten hat.

Wales

Der Snowdonia-Nationalpark
Ein Ausblick im Snowdonia-Nationalpark

Saftig grüne Hügel, wilde, felsige Küsten, die steil über dem Meer aufragen und faszinierende mittelalterliche Burgen erwarten Sie auf einer Rucksacktour durch Wales im Vereinigten Königreich. Die Küste von Pembrokeshire im äußersten Südwesten des Landes bietet unberührte Natur, die sich überaus pittoresk präsentiert: Ideal für eine Fototour zwischen steilen Klippen, verschwiegenen Buchten, einsamen Stränden und natürlichen Höhlen.

Bevorzugen Sie hingegen Gebirgslandschaften, ist der Snowdonia-Nationalpark das perfekte Reiseziel für ausgedehnte Spaziergänge oder Mountain-Bike-Touren: Einmalige Ausblicke auf die umliegenden Täler und die Küste erwarten Sie. Liebhaber eigenwilliger Architektur sollten das nahegelegene Dorf Portmeirion nicht verpassen, das im Stil eines Resorts erbaut wurde und als Kulisse der britischen TV-Kultserie „Nummer 6“ aus den 1960er-Jahren große Bekanntheit erlangte.

Wer sich für mittelalterliche Architektur begeistert, sollte stattdessen Caernarfon Castle besuchen, das in der gleichnamigen Stadt im Nordwesten von Wales zu finden ist. Die imposante Burg, die als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Festungen in Europa gilt, ist eine reiche Inspirationsquelle für eindrucksvolle Aufnahmen.

Camargue

Rosa Flamingos
Rosa Flamingos in der Camargue

An der Küste südlich der französischen Stadt Arles zwischen Mittelmeer und Rhonemündung liegt die Camargue, das größte Flussdelta Westeuropas. Die Route beginnt in Arles, der Stadt mit römischer Vergangenheit, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten und ein herrliches römisches Amphitheater zu bieten hat. Durchqueren Sie anschließend die weiten Grasflächen und Lagunen, die von wildlebenden weißen Pferden und rosa Flamingos bevölkert sind. Danach geht es nach Saintes-Maries-de-la-Mer, der Wallfahrtstätte für „Gitans“ und Fahrende aus ganz Europa.

Jedes Jahr am 24. Mai findet das Fest der Schwarzen Sara, ihrer Schutzpatronin statt: Die perfekte Gelegenheit, um die Tänze, die Pferdevorführungen und die unblutigen Stierkämpfe zu fotografieren, die zwei Tage lang die Straßen des Städtchens zum Vibrieren bringen. Die Feierlichkeiten gipfeln in der Prozession der Roma, die zu Pferd die Statue ihrer Schutzpatronin ins Meer tragen.

Nach einem Zwischenstopp im ornithologischen Park von Pont de Gau, das perfekte Ziel für passionierte Vogelbeobachter und Naturfotografen, führt die Reise nach Salin De Giraud, wo sich die größten Salinen Europas befinden. Bei Sonnenuntergang erstrahlen die weißen und rosa Salzkristalle in roten und violetten Tönen und lassen surrealistische Traumlandschaften entstehen.

Abruzzen

Rocca Calascio
Panorama von der Burg Rocca Calascio aus

Die Abruzzen sind eine Region in Mittelitalien, fernab des Massentourismus und reich an unberührten Naturlandschaften. Dank der drei Nationalparks, der historischen Städtchen, mittelalterlichen Burgen und wunderschönen Strände mit kristallklarem Wasser sind sie zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Wer gern besondere geologische Phänomene fotografiert, sollte einen Besuch im Riserva Naturale dei Calanchi di Atri einplanen. Durch Erosion sind hier eindrucksvolle Felsformationen entstanden, eingebettet in eine reizvolle Landschaft aus zerklüftetem Gestein, kleinen Seen, Wäldern und bestellten Feldern.

Ebenfalls einen Ausflug wert ist das Valle dell’Orta im Herzen des Majella-Nationalparks. Dieses Naturreservat umfasst Schluchten, Wasserfälle und Grotten, in denen sich Felszeichnungen und Überreste aus dem Neolithikum und dem Mittelalter finden, und bietet Ausblicke von unvergleichlicher Schönheit.

Etwa eine Stunde Fahrt vom Orta-Tal entfernt liegt die Burgruine Rocca Calascio auf 1400 Metern über dem Meer. Sie gilt als eine der schönsten Burgen der Region und bietet einen herrlichen Rundblick über das Tirino-Tal und die Navelli-Hochebene.

Haben Sie eher ein Faible für Küstenlandschaften, dürfen Sie die Costa dei Trabocchi nicht versäumen: Intakte Fischerstädtchen und die zum Fischfang errichteten Pfahlbauten, die auf Italienisch „Trabocchi“ heißen und diesem Küstenabschnitt seinen Namen gaben, bieten schöne Fotomotive. Die vielfältige Landschaft mit ihren tief gelegenen Sandstränden und den hoch aufragenden Felsen inspiriert überdies zu romantischen Bildern am Meeresufer.

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