Textildrucktechniken

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Beim Wort Digitaldruck denken die meisten von uns automatisch an die reiche Auswahl an Papierprodukten: Flyer, Visitenkarten, Poster, Kataloge … Doch wieso sollten eigentlich nur Digitaldruck und Papier ein perfektes Paar bilden? Dank der modernen Textildrucktechniken lassen sich alle Arten von Zeichnungen und Fotografien auf Natur- oder Synthetikstoffe drucken, mit exzellenten Ergebnissen.

Durch den digitalen Textildruck können hochwertige Produkte schon in kleinen Mengen hergestellt werden. Dies begünstigt die Mass Customization, d. h. die kundenindividuelle Massenproduktion, die immer mehr Branchen – von der Modewelt über den Marketingsektor bis hin zur Möbel- und Einrichtungsindustrie – erobert. Dank modernster Textildrucktechniken können Textilprodukte heute in begrenzter Stückzahl zu einem günstigen Preis innerhalb kürzester Zeit produziert werden. Fotos, Farben und Zeichnungen lassen sich auf verschiedene Materialien übertragen, ohne fertigungstechnische Einschränkungen oder kreative Grenzen.

Der digitale Textildruck wird für Werbung und Messen genutzt, für Soft-Signage-Produkte wie Werbefahnen, Banner, Displays und Pavillons sowie im Bereich der Inneneinrichtung für die Gestaltung von Kissen, Vorhängen und anderen Dekoartikeln aus Stoff. Weitere Einsatzgebiete für den Textildruck sind neben der Fertigung unternehmensspezifischer Werbeartikel, wie Stoffbeutel und -taschen, die Personalisierung von Kleidungsstücken, beispielsweise Poloshirts und T-Shirts, die sich besonders im Sport, wo es gilt Vereinsfarben und -logos zu verwenden, großer Beliebtheit erfreuen. Künstler, Modedesigner und Innenarchitekten setzen beim Design von Bildern auf Canvas-Stoff, Dekoelementen oder Kleidungsstücken aus Naturmaterialien auf den Textildirektdruck.

Stampa digitale su tessuto: borse laminate
Im Siebdruckverfahren bedruckte Vliestaschen. Copyright: Pixartprinting

Angesichts der großen Vielfalt an Textildrucktechniken haben wir einige Tipps und nützliche Informationen für all jene zusammengestellt, die in den digitalen Textildruck einsteigen möchten. Zunächst möchten wir anhand eines Beispiels erläutern, wie das Bedrucken von Textilien mit Pixartprinting funktioniert.

Bedrucken von Textilien

Um Ihr digitales Textildruckprojekt ins Rollen zu bringen, wählen Sie zunächst das Produkt aus, das sich am besten für Ihre Bedürfnisse eignet und passen dieses individuell an. Möchten Sie beispielsweise eine Stofftasche gestalten, wählen Sie das gewünschte Format und konfigurieren das Produkt, indem Sie Stückzahl, Maße, Farbe, Drucktechnik und Material festlegen. Unser Online-System erstellt automatisch einen Kostenvoranschlag mit dem Endpreis, sodass Sie sofort prüfen können, ob dieser Ihrem Budget entspricht.

Laden Sie nun die Vorlage und die Anleitung zur Erstellung der Druckdatei herunter und leiten Sie diese an den Grafiker weiter, der sich um die Gestaltung Ihrer Tragetaschen kümmert: So können Sie sicher sein, dass es bei der Produktion keine Schwierigkeiten gibt. Liegt Ihnen die Druckdatei vor, bestätigen Sie den Auftrag und laden die Datei auf die Online-Plattform hoch. Total einfach, nicht wahr?

Sind Sie hingegen unsicher, welche Textildruck-Methode sich am besten für Ihr Projekt eignet, hilft Ihnen der folgende kurze Überblick sicherlich weiter.

Textildrucktechniken

Die ideale Textildrucktechnik hängt vom verwendeten Materialtyp ab, da sich die Farbaufnahme synthetischer Stoffe von jener von Naturmaterialien, wie Baumwolle oder Seide, unterscheidet. Auch der Verwendungszweck des Produkts spielt eine wichtige Rolle: Handelt es sich zum Beispiel um ein Banner oder eine Fahne für den Außenbereich, muss ein witterungsbeständiges Textildirektdruckverfahren gewählt werden.

Direkter Sublimationsdruck

Bei Pixartprinting setzen wir dieses Verfahren zur Bedruckung synthetischer Materialien für den Innen- und Außenbereich ein. Zum Einsatz kommen Inkjet-Rollendrucker und geruchslose, waschbare Tinten, die für brillante, klar definierte Farben sorgen. Diese Technik wird für die Bedruckung von Polyestergeweben in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, angefangen bei Werbebannern bis hin zu Bekleidung.

Der Sublimationsdruck gilt als eine der ausgefeiltesten Textildrucktechniken: Man spürt keinen Farbauftrag, die Materialien bleiben elastisch, sind extrem waschbeständig und atmungsaktiv. Er eignet sich also perfekt für das Bedrucken von Sportbekleidung, aber auch für die Gestaltung von Tüchern, Krawatten und Taschen. Aufgrund ihrer Witterungsbeständigkeit eignen sich die mit diesem Verfahren bedruckten Synthetikstoffe überdies ideal für Kommunikations- und Marketingzwecke, wie etwa Messedisplays und Werbefahnen für den Außenbereich auf Messen und Veranstaltungen oder auch die Außenbeschilderung von Geschäften und Unternehmen.

Tecniche di stampa su tessuto: pole flag
Pole Flag Display mit einer im Digitaldruck bedruckten Textilfahne. Copyright: Pixartprinting

Digital-Direktdruck

Diese Textildrucktechnik, die auch unter der Bezeichnung DTG (Direct to Garment) bekannt ist, basiert auf der Inkjet-Technologie. Sie wird für Vierfarbdrucke auf Naturtextilien wie Baumwolle oder Seide verwendet, wobei die Druckfarben direkt auf das Produkt aufgetragen werden. Weit verbreitet ist dieses Druckverfahren im Bekleidungsbereich für die Herstellung von T-Shirts, Poloshirts und anderen personalisierten Kleidungsstücken aus Baumwolle oder sonstigen Naturmaterialien. Insbesondere die Abkehr vom textilen Siebdruck hin zum Digitaldruck ermöglicht es Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Privatleuten, individuelle Kleidungsstücke in den unterschiedlichsten Designs und Farben zu einem günstigen Preis zu gestalten und fertigen zu lassen.

In Sachen Innendekoration findet der Digital-Direktdruck vielfach Anwendung bei der Fertigung von Vorhängen, Kissenbezügen und anderen Wohnaccessoires, wie etwa Leinwandbildern. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Bedruckung von Fahnen und Displays aus Baumwolle und Leinen, die für Werbung im Indoorbereich genutzt werden.

Siebdruck

Der Siebdruck ist eine der ältesten Textildrucktechniken. Dabei werden Drucksiebe verwendet, das heißt auf Rahmen gespannte, feinmaschige Gewebe, durch die die Farbe auf das darunterliegende Trägermaterial dringen kann. Heute ist Siebdruck ein ausgereifter industrieller Prozess, mit dessen Hilfe großen Stoffmengen schnell mit dem identischen Design bedruckt werden können. Bedingt durch die hohen Maschinenkosten und die langen Siebherstellungs- und Rüstzeiten eignet er sich hingegen nicht für die Vervielfältigung unterschiedlicher Designs in kurzer Zeit.

Zudem ist es im Siebdruck – anders als im Digital-Direktdruck – nicht möglich, Bilder in hoher Auflösung mit vielen Nuancen und Details zu drucken, und er erzeugt eine raue Haptik. Bei Pixartprinting setzen wir diese Technik zur Personalisierung von Beuteln und Taschen aus Stoff oder (recycelten) Vliesstoffen ein, die sich als Werbegeschenke auf Messen, Tagungen und Events eignen.

Hier endet unser Überblick über die wichtigsten Textildrucktechniken: Sind Sie bereit für Ihr nächstes Druckprojekt?

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