8 innovative Druckideen, die Sie vor 2017 nicht für möglich gehalten hätten

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Rezept-Plakate, die man lesen, in den Ofen schieben und essen kann; Pralinen mit Mamas Foto darauf; Pappschachteln, die zum Verstärker für Mobiltelefone werden; Zeitschriften, die Sie nur lesen können, wenn Ihr Vitamin-D-Haushalt stimmt… Diese und viele weitere geniale Ideen wurden 2017 in der Welt des Drucks ausprobiert. Der Bericht Print in a Digital World 2018 der Agentur St. Joseph Communications stellt die Technologien vor, die die kreativsten Innovationen ermöglichten.

1. Erweiterte Realität

Das französische Unternehmen Castorama erschuf eine Tapete, die Gutenachtgeschichten schreibt. Dazu können Papa oder Mama mit Hilfe einer App die Kamera eines Smartphones oder eines Tablets auf eine von Dutzenden Figuren auf der Tapete richten, um die dazugehörige Geschichte zu erhalten. Die Figuren können auch paarweise kombiniert werden, sodass man Hunderte von unterschiedlichen Erzählungen erhält.

2. Personalisierung

2017 wurden mehr als 55.000 KitKat Packungen zugestellt, die mit einem Foto des Empfängers personalisiert waren. Beim Kauf spezieller Angebotspackungen erhielten die Verbraucher einen Code, mit dem sie auf der Website überprüfen konnten, ob sie eine der personalisierten Packungen gewonnen hatten. Wenn ja, konnten sie ein Foto einsenden, das auf ihre personalisierte Packung gedruckt wurde.

3. Sensoren

Die Kartoffelchips „Tostitos“ produzierten eine limitierte Serie von Packungen für den Super Bowl. Die Verpackungen enthielten einen integrierten Sensor, der Spuren von Alkohol im Atem erkennen konnte. In diesem Fall erschienen auf der Verpackung ein rotes Lenkrad sowie ein Uber Code, damit man nicht selbst nach Hause fahren musste.

4. Essbare Tinte

IKEA entwarf eine Reihe von Postern unter dem Titel „Cook This Page“. Auf dem Poster war ein Rezept bzw. dessen Zutaten aufgezeichnet (z. B. die Umrisse von vierzig Garnelen, die Zeichnung einer Zitronenscheibe etc.). Der Verbraucher musste nur noch die rohen Lebensmittel auf die jeweilige Zeichnung legen, das Poster einrollen, im Ofen backen und danach den Inhalt verzehren.

5. Wärmeempfindliche Tinte

Der Schuhhersteller ASICS veröffentlichte in brasilianischen Zeitschriften eine spezielle Werbeanzeige auf zwei Seiten. Der Verbraucher konnte die Zeitschrift auf den Boden legen und sich mit nackten Füßen auf die Seiten stellen. Eine spezielle wärmeempfindliche Tinte erkannte die Temperatur der Füße und wandelte diese in einen sichtbaren Abdruck um. Auf diese Weise konnte der Nutzer die Form seiner Füße mit drei Modellen vergleichen, die in einer Ecke der Werbeanzeige abgebildet waren, und dadurch die für ihn am besten geeigneten Schuhe auswählen.

6. Lichtempfindliche Tinte

Die Versicherungsgesellschaft Daman aus den Vereinigten Arabischen Emiraten führte eine einzigartige Kampagne durch, um die eigenen Kunden auf Vitamin-D-Mangel aufmerksam zu machen, der durch mangelnde Sonneneinstrahlung bedingt ist und zu Knochen- und Muskelproblemen führen kann. Die Werbung von Daman enthält eine unsichtbare Botschaft, die nur dann erscheint, wenn die Zeitschrift über eine bestimmte Zeit der Sonne ausgesetzt ist; und zwar genau über den Zeitraum, den man sich täglich in der Sonne aufhalten sollte, um die empfohlene Menge an Vitamin D zu erzeugen.

7. Intelligente Schachteln

Die Boombox von McDonald’s, die im vergangenen Sommer in Toronto vermarktet wurde, ist eine gewöhnliche Pappschachtel. Wenn man sie jedoch auf eine bestimmte Weise faltete, verwandelte sie sich in einen Verstärker, in den man sein Smartphone stellen und dadurch dessen Lautstärke auf das Zweifache verdoppeln konnte.

8. Künstliche Intelligenz und Fotografie

„Terre des Femmes“, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Rechte der Frau einsetzt, setzte in einem Passbildautomaten in Berlin eine wirkungsvolle Kampagne um. Wenn ein Nutzer die Kabine betritt, um sich fotografieren zu lassen, analysiert ein künstlicher Intelligenz-Algorithmus dessen Gesicht und erkennt, ob es sich um eine Frau handelt. In diesem Fall modifiziert der Automat eines der vier Passbilder und retuschiert das Gesicht der fotografierten Frau mit blauen Flecken und Verletzungen. Das Foto wurde durch eine Botschaft ergänzt, die darauf hinwies, dass eine von vier Frauen in Deutschland zum Opfer häuslicher Gewalt wird.

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